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September 2020
Apotheker in Äthiopien bei der Medikamentenausgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

Seit Monaten beschäftigen wir uns auf dem Internetportal Weltkirche sehr intensiv mit den gravierenden Auswirkungen von Covid-19. Heute schauen wir uns in Weltkirche Kompakt Personen und Organisationen an, die jene Menschen unterstützen, die durch Covid-19 oder Präventionsmaßnahmen in Notlagen geraten sind. 

Auf allen Kontinenten gibt es mutige Menschen, die – aus ihrem Glauben heraus und oftmals unter Gefahr für Leben und Gesundheit – inmitten der Pandemie Unglaubliches leisten. Sie finden Lösungen, die sich an lokalen Gegebenheiten orientieren und daher praktisch umsetzbar sind. Sie haben selbst kein gesichertes Einkommen, sichern aber die Lebensmittelversorgung für andere. Sie kämpfen um ihr eigenes Überleben – und verlieren doch auch all diejenigen nicht aus dem Blick, die in ihrer Familie von Gewalt und Unrecht betroffen sind. Deren Geschichten möchten wir hier in den Mittelpunkt stellen.

Diese Menschen stehen auch am Sonntag, dem 6. September, im Mittelpunkt, wenn wir den Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden begehen. An diesem Tag beten wir für sie: Für die Helfenden, für die Erkrankten, für die Toten weltweit – und für alle, die Armut und Angst erleben müssen. Sie benötigen unsere Solidarität. 

Erzählen Sie bitte weiter, dass Corona einen Großteil der Welt auch weiterhin existenziell bedroht!

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.

Ihr


Damian Raiser


Unsere Themen des Monats:

Weltkirchlicher Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden
Plakat Corona-Kollekte 06.09.2020

Die Deutsche Bischofskonferenz, die Bistümer, Hilfswerke und Orden rufen in weltkirchlicher Verbundenheit am 6. September in Deutschland zur Kollekte und Spenden für die Leidtragenden der Corona-Pandemie weltweit auf. Mit dem Erlös fördert die Kirche in Deutschland die Arbeit ihrer weltkirchlichen Partnerorganisationen in Lateinamerika, Afrika, Asien und dem Südosten Europas.

Zur Sonderseite zum Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden

Zu den liturgischen Handreichungen

Zum Aufruf der deutschen Bischöfe


„Corona hat den armen Familien in Guatemala alle Hoffnung genommen“
„Viele Menschen sind verzweifelt“, sagt der guatemaltekische Sozialarbeiter Cesar Puac. „Corona hat den Bewohnern der ärmsten Viertel um Guatemala-Stadt alle Hoffnung genommen.“ Der schlanke Mann mit den typischen Gesichtszügen der indigenen Mayabevölkerung Mittelamerikas arbeitet in La Comunidad, einem Stadtteil im Westen der guatemaltekischen Hauptstadt. Dort leben über 70.000 Menschen, die meisten in Armut, viele in extremer Armut.

Zum Beitrag

„Lernen, aufeinander achtzugeben“
In der Folge der Corona-Pandemie steigt weltweit die Gefahr des sexuellen Missbrauchs von Kindern im häuslichen Umfeld. In Sierra Leone setzt sich die Mädchenschutzorganisation „Commit and Act“ für Missbrauchs- und Krankheitsprävention ein. Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt dieses Engagement.

Während der Corona-Pandemie wurden auch in Peru Schulen geschlossen. Der strenge Lockdown macht die Arbeit der sechs Schwestern des Ordens Siervas del Plan de Dios in Ayacucho nicht nur schwieriger, sondern auch notwendiger denn je: Sie kümmern sich um vernachlässigte Kinder.

Zum Beitrag über die Arbeit von „Commit and Act" (Sierra Leone)

Zum Artikel Ordensschwestern, die den Schwächsten helfen (Peru)


Im Kampf gegen Hunger und Corona

Eine extreme Dürre und eine darauffolgende heftige Flut stürzten den Südsudan in eine akute Hungerkrise. Durch die weltweite Covid-19-Pandemie muss die Bevölkerung einmal mehr um ihr Überleben kämpfen. Caritas international hilft der notleidenden Bevölkerung beim Kampf gegen Hunger und Covid-19.

Auch Indien wird vom Coronavirus schwer getroffen: Das Land hat (Stand 04.09.2020) nach den USA und Brasilien die drittmeisten Infizierten weltweit. Zu wenige Ärztinnen und Ärzte, zu wenig Pflegepersonal sowie fehlende medizinische Ausrüstung wie etwa Beatmungsgeräte zwingen das Gesundheitssystem in die Knie. Missio Aachen unterstützt Ordensschwestern im Bundesstaat Assam dabei, Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen.

Zum Projektportrait von Caritas international

Zum Beitrag Assam: Teepflückerinnen und ihre Familien in Gefahr (Indien)


Schnelle Hilfe in der schwierigen Zeit des Lockdown
Eigentlich ist das bistumseigene Hotel Stanislaviv in der Erzeparchie Ivano-Frankivsk (Ukraine) während des Corona-Lockdown geschlossen, die Zimmer sind verwaist, die Flure verlassen. Dennoch herrscht in der Küche des Hotels Hochbetrieb: Hier werden – unter strenger Einhaltung der Hygiene-Auflagen –  täglich 150 warme Mahlzeiten zubereitet, für die Ärmsten der Armen in Ivano-Frankivsk. Und draußen stehen die freiwilligen Helfer bereit, um das frisch gekochte Essen zu den alten und bedürftigen Menschen zu bringen, die aufgrund der Ausgangsbeschränkungen Schwierigkeiten haben, sich selbst zu versorgen. Renovabis unterstützt sie dabei.

Zum Bericht

Mit Glaube und Freude: Lernen in der Krise
Schuelerin
Das katholische Schulwerk Federación Internacional de Fe y Alegría („Glaube und Freude“) wurde 1955 vom Jesuitenpater Pater José-María Vélaz in den Armenvierteln von Venezuelas Hauptstadt Caracas gegründet und hat sich zu einer der größten Bildungsbewegungen der Welt entwickelt: „Fe y Alegría beginnt dort, wo der Asphalt endet“ ist die Inspiration dieses Schulnetzwerks, das über 1,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 21 Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens erreicht. Hart getroffen durch die Corona-Maßnahmen, setzt Fe y Alegría für den Unterricht auf überraschende Kommunikationswege.

Zum Artikel


Die Corona-Hungerkrise überstehen
Eichstätts indisches Partnerbistum Poona verteilt Lebensmittel an Arme und Tagelöhner, die in der aktuellen Krise kein Einkommen mehr haben. Der dortige Generalvikar Malcom Sequeira ist persönlich in die Verteilung von Nahrungsmitteln in Slums involviert.

Brasilien ist eines der Länder mit den weltweit meisten Corona-Todesopfern. Drei Regensburger Ordensschwestern unterstützen Familien, die wegen des Lockdown kein Einkommen mehr haben – und daher keine Lebensmittel kaufen können.

In Kamerun unterstützt das Bistum Kumbo Binnenflüchtlinge, die nicht nur von Covid-19 betroffen sind, sondern auch von dem seit 2016 gewaltsam ausgetratenen Konflikt zwischen anglophonen Separatisten und französischsprachiger Zentralregierung.

Zum Artikel Die Corona-Hungerkrise überstehen (Indien)

Zum Artikel An der Grenze des Überlebens (Brasilien)

Zum Artikel Binnenflüchtlinge unterstützen, Doppelkrise verhindern (Kamerun)


Notfallmanagement in der Gesundheitsversorgung
Die Gesundheitssysteme vieler Länder sind bereits kollabiert. Andere stehen kurz davor. In der St. Michael Catholic Church Klinik in Humbo (Äthiopien) behandeln die Schwestern der Dienerinnen der Armen normalerweise Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria. Sie versorgen mangelernährte Kinder und Erwachsene; Schwangere können in der kleinen Klinik entbinden. Die Behandlung von Patienten, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, kommt für das Team der Gesundheitsstation jetzt noch erschwerend hinzu.

Indien ist ein sehr dicht bevölkertes Land, in dem sich das Corona-Virus besonders schnell ausbreitet. Ein Priester unterstützt dort 12 Gesundheitszentren in der Millionenmetropole Mumbay. Deren hauptamtliche Gesundheitsarbeiter und ehrenamtliche Gesundheitslotsen werden mit Infomaterialien und Hygienepaketen ausgestattet, die diese an ihre Gruppen verteilen und selbst nutzen können.

Timor-Leste befand sich lange in einer politischen Krise, der Staat kann die notwendige Finanzierung für das Gesundheitssystem nicht bereitstellen. Daher finanziert Misereor Schutzausrüstung für ländliche Gesundheitszentren.

Im katholischen Krankenhaus der bolivianischen Stadt Santa Cruz de la Sierra starben Menschen, weil es an hierzulande alltäglichem Equipment fehlte. Mit Unterstützung aus dem Bistum Trier konnte geholfen werden. In Cebu City (Philippinen) liegt das Problem noch einmal anders: Personal konnte aus anderen Landesteilen dorthin gebracht werden. Aber wo sollte es unterkommen? Die Salesianer Don Boscos hatten eine Idee.

Zum Artikel Äthiopien: Notfallmanagement in der Gesundheitsstation Humbo (Äthiopien)

Zum Beitrag Covid-19-Nothilfe in Mumbay (Indien)

Zum Beitrag Schutzausrüstung für ländliche Gesundheitszentren in Timor-Leste (Timor-Leste)

Zum Projektportrait Wohnraum für Krankenpflegende in Cebu City (Philippinen)

Zum Beitrag Helfen wo Menschen sterben, weil die Mittel fehlen (Bolivien)

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Bildquellen (von oben nach unten):
Jörg Böthling/Missio München, Missio Aachen, Florian Kopp/Adveniat,
Mareille Landau/Kindermissionswerk,
Paul Jeffrey/Caritas international, Erzeparchie Ivano-Frankivsk,
Int. Föderation Fe y Alegría, Jörg Böthling/Missio München, Mainly Jackson/Diözese Poona.

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